Schließgeschwindigkeit
Schließgeschwindigkeit/Schließkraft elektrisch betätigter Tore
Sicherung
SCHLIESSGESCHWINDIGKEIT/SCHLIESSKRAFT ELEKTRISCH BETÄTIGTER TORE
Die Geschwindigkeit eines Sektionaltores ist nicht begrenzt, wenn die Sicherung des Tores „ausreichend“ ist. Die Ausnahme zu dieser Regel ist ein Tor, das mit Totmann (hold-to-run-control) geschlossen wird, wobei die Geschwindigkeit nicht mehr als 0,5 m/s betragen darf.
Die Sicherung des Tores muss auf die Umstände, unter denen das Tor eingesetzt wird, abgestimmt sein. Es muss eine Risikoanalyse der Gefahren, die auftreten können, erstellt werden. Das gilt auch für die Bewegungsgeschwindigkeit des Tores.
Für ein serienmäßiges, elektrisch betätigtes Tor gilt, dass dieses den Vorschriften zur Schließkraftmessung entsprechen muss. Das Tor darf an der Schließkante keine größere Kraft als 400 N in < 0,75 s entwickeln. In den Fällen, bei denen dies nicht erzielt wird, muss beispielsweise ein Lichtgitter eingesetzt werden.
In den Vorschriften sind viele verschiedene Anwendungen des Produkts Sektionaltor enthalten. Teil dieser Vorschriften sind beispielsweise die Sicherungsstufen. Wenn bei der Auftragserteilung keine spezielle Anwendung angegeben wird, fällt dieses Thema unter die Verantwortung des Händlers. OceanDoors darf davon ausgehen, dass der Händler über sachkundige Mitarbeiter verfügt.
Das Messen der Schließkraft muss den Vorschriften der Norm EN 12453 entsprechend durchgeführt werden. Darin steht beschrieben, dass ein Standardtor mit einem serienmäßigen Durchlaufschutz eine durchschnittliche Schließkraft, die sich aus 3 Messungen an derselben Messposition ergibt, von 400 N nicht überschreiten darf. Außerdem dürfen die gemessenen Kräfte nicht länger andauern als 0,75 Sekunden. Ein Sektionaltor hat 9 Standard-Messpositionen.
Das Messen einer hohen Kraft kann viele Ursachen haben:
- Zu hohe Geschwindigkeit des Tores
- Spiel an relevanten Teilen
- Zu niedriges Bodengummi
- Antrieb nicht richtig eingestellt Gewicht des Tores für Durchlaufschutz zu hoch (tanzt in den Seilen)
- Positionierung der Schließkraftmessung nicht gut
- Tor nicht ausreichend im Gleichgewicht
Der Druck, den ein Tor in einer Situation ausüben darf, in der der Durchlaufschutz aktiviert wird, darf nicht höher sein als maximal 400 N in maximal 0,75 Sekunden. Danach gilt, dass diese Kraft bis auf 150 N abnehmen muss. Nach einer Gesamtzeit (beginnt im Moment der Aktivierung) von 5 Sekunden muss die Kraft auf 25 N zurückgegangen sein. Die Kraft von 25 N darf eine konstante Kraft sein (nach Aktivierung des Durchlaufschutzes).
In einer Praxissituation ist es schwierig, diese 150 N und anschließend die 25 N innerhalb der festgelegten Zeit zu erreichen. Deshalb sind viele Antriebe mit einem automatischen Rücklauf versehen.
Es ist nicht vorgeschrieben, den Antrieb automatisch zurücklaufen zu lassen. In der Norm EN 12453 steht jedoch, dass es im Falle eines erhöhten Anfahrrisikos des Tores sinnvoll sein kann, eine Erfassung zu installieren (z.B. Radar), die dafür sorgt, dass das Tor vorzeitig umkehrt, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Wenn die in der Norm genannten 5 Sekunden nicht erreicht werden, um die Kraft auf 25 N zu reduzieren, ist dies wohl vorgeschrieben. Es gilt eine Ausnahme, wenn eine alternative Lösung eingesetzt wird, die zum gleichen Ergebnis führt.