Schalldämmung
Wie wird die Schalldämmung ermittelt?
Schalldämmung
WIE WIRD DIE SCHALLDÄMMUNG ERMITTELT?
In EN 13241 ist vorgeschrieben, dass die CE-Leistung Schall-dämmung gemäß EN ISO 140-3 ermittelt werden muss und dass Testergebnisse gemäß EN ISO 717-1 kommuniziert werden müssen. EN ISO 140-3 wurde inzwischen durch EN ISO 10140-2 ersetzt. An der CE-Leistung Schalldämmung sind außerdem EN ISO 10140-1, EN ISO 10140-4, EN ISO 10140-5 und EN ISO 140-2 beteiligt. Der Test muss von einer benannten Stelle durchgeführt werden.
Die Schalldämmung wird in so genannten Schallräumen gemessen. Diese Räume sind schalldicht. Ein Testobjekt wird zwischen zwei Schallräumen aufgestellt. Der eine Raum ist mit Geräten versehen, die Geräusche erzeugen können, während der andere Raum mit Geräten versehen ist, die Geräusche messen können. Die Geräte werden vor dem Gebrauch kalibriert.
Nachdem die Geräte kalibriert wurden, wird in dem einen Raum ein Geräusch (Rauschen) erzeugt. Die Empfanggeräte im anderen Raum messen, wie viel des Geräuschs von dem Testobjekt durchgelassen wird. Bei dem Testobjekt kann es sich sowohl um ein vollständiges Tor als auch um einen Testrahmen mit einem Teilprodukt handeln. Der Test wird mehrmals durchgeführt, um die Konsistenz des Ergebnisses zu gewährleisten.
Das Ergebnis des Tests muss anschließend gemäß EN 13241 in Dezibel (dB) kommuniziert werden. Technisch ist die Einheit des zu kommunizierenden Wertes Rw(C;Ctr).
DER UNTERSCHEID ZWISCHEN RW UND R’W
Der Rw-Wert oder Sound Reduction Index (SRI) ist eine internationale Größe, die die Schalldämmung in einer Zahl angibt. Da die (Luft-)Schalldämmung eines Bauteils von der Frequenz dieses Schalls abhängt und eine Vielzahl von Werten unerwünscht ist, wurde der Rw-Wert eingeführt. Es ist eine einstellige Angabe des gemessenen Schallschutzgrades. Die Einheit eines Rw-Werts ist dB (Dezibel). Je höher Rw, desto besser dämmt das Bauteil.
Für die Fälle, in denen der zu übermittelnde Wert die Schallübertragung von flankierenden Objekten beinhaltet, muss der Wert als R’w-Wert übermittelt werden. Da OceanDoors niemals Informationen über flankierende Objekte und deren Leistung bezüglich Schalldämmung hat, übermitteln wir nur Rw(C;Ctr).
Der Wert, den OceanDoors kommuniziert, ist der geprüfte Wert. Diese muss gemäß EN 13241:2003+A2:2016 in dB (Dezibel) angegeben werden. In der aktuellen harmonisierten europäischen Norm fällt die CE-Leistung noch unter das System AVCP3. Bemerkenswert ist, dass im Normentwurf prEN 13241:2022 auf das CE-Leistungsrauschen gänzlich verzichtet wurde. Es besteht also eine sehr gute Chance, dass sich in Zukunft etwas ändert. Das müssen wir überwachen.
Der Dezibelwert, den OceanDoors kommuniziert, ist der Rw(C;Ctr)-Wert. C und Ctr sind Korrekturfaktoren für Geräusche mit relativ hohen Frequenzen (z. B. Autobahnverkehr und Zugverkehr). Der Term C stellt das Umgebungsgeräusch dar, das dem Klang entspricht, in dem alle Tonhöhen zum Ohr gleich vertreten sind (pink noise). Der Begriff Ctr steht für den Lärm, der durch den Straßenverkehr in der Umgebung erzeugt wird.
R-WERT (SOUND REDUCTION INDEX)
Der Schalldämmungsindex wird in Dezibel (dB) ausgedrückt. Es ist das bewertete Schalldämm-Maß nur für eine Trennwand oder ein einzelnes Bauteil. Dies ist eine reine Labormessung, die die Kenntnis der relativen Größe der Räume in der Testsuite (Validierungspaket) und der Nachhallzeit im Empfangsraum sowie des bekannten Geräuschpegels, der zwischen den Räumen im Raum passieren kann, nutzt Suite durch andere Wege (flankierend) plus die Größe der Testprobe, um eine sehr genaue und wiederholbare Messung der Leistung des als Probe genommenen Materials oder Aufbaus zu erhalten.
Die Berechnungsmethode zur Erstellung des Schalldämm-Maß berücksichtigt die relative Größe der getesteten Räume und die Größe des Prüflings und ist daher (theoretisch) unabhängig von diesen Merkmalen, also eine 1x1-Platte aus Gipskartonplatte sollte das gleiche Rw haben wie eine 10x10-Gipskartonplatte.
R’-WERT (APPARENT SOUND REDUCTION INDEX)
Hierbei handelt es sich um eine Feldmessung, bei der versucht wird, das Schalldämmmaß eines Materials an einer realen fertigen Konstruktion (z. B. einer Wand zwischen zwei Büros, Häusern oder Kinosälen) zu messen. Es ist nicht in der Lage, das Ergebnis alternativer Schallübertragungswege zu isolieren oder zu berücksichtigen und wird daher im Allgemeinen ein niedrigeres Ergebnis als der Labormesswert liefern.